Faktenübersicht

Was zum Wasser- und Umweltkontext bekannt ist

Wie viel Wasser würde ein Rechenzentrum in Maintal verbrauchen? Ehrliche Antwort: Das lässt sich derzeit nicht seriös beziffern. Die Untermainebene gilt als wasserwirtschaftlich stark belastet; zu AWS gibt es berichtete Angaben zu Regenwasser und Wiederverwendung. Für eine belastbare Standortbewertung fehlen aber weiterhin genehmigte Planungs- und Betriebsdaten.

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Regionaler Kontext

Die Untermainebene ist wasserwirtschaftlich stark ausgelastet

Behördliche Unterlagen stellen einem langfristig gesicherten nutzbaren Grundwasserdargebot von rund 31 Millionen Kubikmetern pro Jahr bestehende Wasserrechte von 32,66 Millionen Kubikmetern sowie weitere Entnahmen gegenüber. Das beschreibt den regionalen Bilanzraum. Es ist kein Nachweis für den Verbrauch oder die Genehmigungsfähigkeit eines einzelnen Grundstücks.

Nächste wichtige Frage Woher stammt das Maintaler Trinkwasser?

Kommunale Versorgung

Die Herkunft des Trinkwassers ist bekannt – freie Kapazität nicht

Nach Angaben der Maintal-Werke stammen rund 90 Prozent des in Maintal verbrauchten Trinkwassers von Hessenwasser und rund 10 Prozent aus eigenen Brunnen in Wachenbuchen. Diese Aufteilung beschreibt das öffentliche Versorgungsnetz. Sie sagt weder etwas über freie Kapazitäten noch über den Wasserbedarf oder eine mögliche Genehmigung eines Rechenzentrums aus.

Nächste wichtige Frage Wie wird der Wasserbedarf eines Rechenzentrums beschrieben?

Kennzahl verständlich erklärt

Was WUE misst – und was nicht

Water Usage Effectiveness, kurz WUE, setzt den Wasserverbrauch in Beziehung zur IT-Energie. Der Wert hängt stark von Kühltechnik, Klima, Auslastung, Wasserquelle und Messmethode ab. Auch ähnlich große Rechenzentren können daher sehr unterschiedliche Werte haben.

Nächste wichtige Frage Warum reicht ein allgemeiner WUE-Wert nicht für Maintal?

AWS in Maintal-West

Die Regenwasser-Angabe braucht eine klare Bezugsgröße

AWS beschreibt in eigenen Unterlagen Regenwassernutzung und mehrfache Wasserverwendung. Die genannten 93 Prozent beziehen sich darin jedoch nicht durchgehend auf dieselbe Größe: einmal auf genutztes Wasser, einmal auf die zeitliche Deckung im Jahresverlauf. Ohne eindeutige Bezugsgröße, genehmigte Wasserquelle und Jahresbilanz bleibt die Angabe in Prüfung.

Nächste wichtige Frage Warum folgt daraus keine belastbare Verbrauchszahl?

Grenzen von Berechnungen

Eine allgemeine Hochrechnung ist kein Standortfakt

Wer einen allgemeinen WUE-Wert mit einer öffentlich genannten Leistung multipliziert, muss mehrere Annahmen treffen. Ohne Auslastung, Kühlbetrieb, Temperaturprofil und Wasserquelle entsteht eine Modellrechnung – kein belegter Verbrauch für Maintal.

Noch ungeklärt

Welche Angaben für eine belastbare Bewertung fehlen?

Für diese Fragen fehlen derzeit öffentlich zugängliche Unterlagen oder bestätigte Angaben.

  1. 01

    Welche Kühltechnik und Betriebsmodi sind geplant?

  2. 02

    Welche IT-Last und Auslastung werden angesetzt?

  3. 03

    Welche WUE-Systemgrenze und Messmethode gelten?

  4. 04

    Welche Wasserquelle wird genutzt?

  5. 05

    Welche Entnahmen, Einleitungen, Versickerungen oder Kreisläufe sind vorgesehen?

  6. 06

    Wie verändert sich der Betrieb im Jahresverlauf?